Brauthandel: Als Ehefrauen gekauft, verkauft und weiterverkauft!

Aus dem englischen Original übersetzt von Alexander Ohnmeiß


Aufgrund des millionenfachen Überschusses an Männern in Indien machen sich viele Gedanken über den Zustand der dortigen „Junggesellenschaft”. Es gab Stimmen, die behaupteten, durch die „Frauen-Knappheit“ (als seien Frauen ein wirtschaftliches Gut) würde sich das nominale Verhältnis von Frauen und Männern zwangsläufig selbst regulieren. Aber dies scheint nicht der Fall zu sein.

Offering.  Jaisalmer

Das Geschlechterverhältnis klafft immer weiter auseinander, trotzdem verfällt niemand in Panik und sagt „Wir müssen unbedingt eine Frau für Sex und Fortpflanzung finden!“

Warum funktioniert die ökonomische  „Die Frau als Ware“ – Theorie nicht wie vermutet?

Vielleicht weil indische Männer Frauen tatsächlich als „Ware“ betrachten! Und da die „weibliche Ware“ immer knapper wird, haben die Verbraucher andere Methoden aufgetan, um sich Frauen zu beschaffen! JETZT KAUFT, VERKAUFT UND  RECYCELT MAN(N) FRAUEN! Dies ist eine der Antworten auf die erwähnte „Waren-Knappheit“, im Grunde genommen die indische Version des inländischen  Sexhandels. Diese Praxis ist in Indien so alt und verbreitet wie der Genderzid (geschlechtsselektiver Völkermord) am weiblichen Geschlecht. Einigen Berichten zufolge existierte sie schon Anfang 1900. Erst jetzt, mit den sinkenden Frauenzahlen, wird dieser Sachverhalt offenkundig und tritt mit rapide ansteigender Häufigkeit auf. Oft spricht man dann vom sogenannten „Bride-Trafficking“ (Brauthandel)

Ein großer Anteil dieses Sexhandels wird als „Eheschließungen“ getarnt. Die Familie, die Gemeinde und alle anderen involvierten Personen nennen es „Hochzeit“. Das Mädchen oder die Frau wird einem Mann als „Braut“ verkauft. Sie mag mit nur einem Mann verheiratet sein, aber sie wird auch von anderen Männern innerhalb der Familie für Sex und zur Fortpflanzung  benutzt. Danach wird sie als „Braut“ an eine andere Familie weiterverkauft. Einige Frauen werden bis zu viermal verkauft und weiterverkauft und einiges deutet darauf hin, dass mit Tausenden dieser „Bräute“ unter dem Deckmantel der „Eheschließung“ Menschenhandel getrieben wird.  Die meisten dieser Mädchen sind gerade mal 15 Jahre alt oder jünger. Oft werden sie gewaltsam entführt und in den „Brauthandel“ gebracht.

Regierungsbeamte erklären ihre Tatenlosigkeit gegenüber dieser Form des illegalen Sexhandels so: „Wenn sie von Rechts wegen verheiratet sind, was kann man da machen?“ Indes verkaufen in vielen ländlichen Gegenden Familien ihre Töchter schon ab € 17 an einen „Vermittler“.

Es gibt einen Bericht über einen Mann, der seine „gekaufte“ Ehefrau enthauptet hat, weil diese sich weigerte, mit seinen Brüdern zu schlafen.

Bride of India

Munni, die zum Sex mit den Brüdern ihres Ehemanns gezwungen wurde, hatte drei Söhne von ihnen. Interessant ist, dass alle ihre Kinder Jungen waren, keine Mädchen. Es ist wahrscheinlich, dass noch viele weitere Frauen wie Munni in der selben Region leben.  Hier finden Sie Munnis Geschichte in ihren eigenen Worten:

“Mein Mann und seine Eltern sagten mir, dass ich mich auch seinen Brüdern zur Verfügung stellen müsse…

Sie haben mich missbraucht, wann immer sie wollten – Tag und Nacht.

Wenn ich mich geweigert habe, haben sie mich mit allem geschlagen, was zur Hand war…

Manchmal warfen sie mich aus dem Haus und zwangen mich, draußen zu schlafen oder sie übergossen mich mit Kerosin und zündeten mich an.“

© „The 50 Million Missing Campaign“. Alle Rechte vorbehalten. Bitte beachten Sie bei Weitergabe unsere Hinweise zum Copyright.

ZU DEN FOTOGRAFEN: Claire Pismont und Delphines sind Mitglieder der „The 50 Million Missing Campaign’s Photographers Group auf Flickr“, die von mehr als 2400 Fotografen auf der ganzen Welt unterstützt wird. Um mehr von ihren Arbeiten zu sehen, klicken Sie bitte auf das jeweilige Foto.
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Über THE 50 MILLION MISSING CAMPAIGN
This is a global campaign against female genocide in India that raises public awareness about factors like female feticide, infanticide, intentional starvation, and dowry murders that have annihilated more than 50 million women from India in 3 generations. Please support our petition for the enforcement of relevant laws in India.

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