Farooq Abdullah: Indiens #feministische #Revolution beginnt! Dies ist erst der Anfang!

Aus dem englischen Original übersetzt von Andrea Wlazik

Farooq Abdullah bei der Eröffnung einer Frauenbank

Als Indiens Minister, Farooq Abdullah, ins Parlament eintrat, sagte er: „Ich habe Angst, mit Frauen zu sprechen. Tatsächlich möchte ich nicht einmal eine weibliche Sekretärin haben. Gott bewahre, wenn es eine Beschwerde gegen mich geben und ich im Gefängnis enden würde. So ist die Lage heutzutage. Es stimmt, dass Vergewaltigungsfälle zugenommen haben… aber irgendwo muss auch mal Schluss sein.“

Dies war seine Antwort auf zwei aktuelle Fälle, in denen eine für die Zeitschrift Tehelka tätige Journalistin und eine Jurastudentin im Praktikum, die für einen Richter vom Obersten Gerichtshof arbeitete, Beschwerde eingereicht hatten, weil ihre Vorgesetzten sie am Arbeitsplatz sexuell belästigt und genötigt hatten. Diese beiden Fälle sorgten für einen Aufschrei in der breiten Öffentlichkeit und in den Medien. Tehelkas Gründer, Tarun Tejpal, ist jetzt wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung in Haft genommen worden. Und ein Ausschuss des Obersten Gerichtshofs hat beschlossen, dass der betreffende Richter Ganguly verantwortlich ist für „unwillkommene verbale und non-verbale Handlungsweisen sexueller Natur“ in einem Hotelzimmer im Dezember letzten Jahres. Die öffentlichen Stimmen für rechtliche Schritte gegen den Richter werden zunehmend lauter.

Obwohl das indische Gesetz gegen sexuelle Belästigung (das Vishakha-Gesetz) 15 Jahre alt ist, hatten bislang die wenigsten Institutionen, inklusive dem Obersten Gerichtshof, verbindliche Vorschriften/Richtlinien, die nötig gewesen wären, um mit Beschwerden wegen sexueller Belästigung umzugehen.

Selten treten Frauen in Indien so vor, wie in diesen beiden Fällen, was Männer in Top-Positionen zu verunsichern scheint. Man hört bereits von Zeitschriften, die keine weiblichen Journalisten einstellen wollen. Und in Anwaltskanzleien wird gemunkelt, dass die Annahme
weiblicher Praktikantinnen vermieden werden soll!

Die Botschaft, die diese Männer auszusenden scheinen, ist:  Sexuelle Ausbeutung von Frauen gehört zu den Vergünstigungen für Männer am Arbeitsplatz! Entweder die Frauen beugen sich oder wir schließen Euch allesamt vom Arbeitsmarkt aus!

Indiens Frauen müssen zusammenhalten und kämpfen. Diese beiden Frauen haben den Weg aufgezeigt! Und es müssen noch mehr Frauen vortreten!

revolution movementMit nichts weniger dürfen wir uns zufriedengeben, als mit beruflicher Chancengleichheit und Gleichberechtigung in Sachen Menschenwürde und Menschenrechte, sowohl an unseren Arbeitsplätzen, als auch in unserem Zuhause.


LASST UNS DIESE REVOLUTION VORANBRINGEN!



ZUM ÜBERSETZER
Andrea Wlazik ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin. Sie arbeitet als freiberufliche Texterin und Übersetzerin und koordiniert den deutschen Blog der „The 50 Million Missing Campaign“. Sie ist außerdem Initiatorin der von der Kampagne unabhängigen deutschen Facebook-Gruppe Femizid in Indien“.

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