Indiens #Fußball Champs: Die wahren „Kick it like Beckham“ #Mädchen!

Aus dem englischen Original übersetzt von Matthew Brown

football girlsAm 13. Juli 2013 war das aufgeregte Lachen eines Teams indischer Mädchen zu hören, als sie ihre hart erkämpfte Bronze­-Trophäe aus dem renommierten Donosti­ Cup­ in Spanien hochhielten! Die meisten der unter 14-jährigen Mädchen aus dem abgelegenen Dorf Ormanjhi im indischen Bundesstaat Jharkhand waren bis dahin noch nie außerhalb ihres Dorfes gewesen!

Die spanischen Organisatoren nannten die Mädchen „Supergoats“, weil diese in den Trainingsstunden vor dem eigentlichen Spiel mit nackten Füßen spielten. Aufgrund ihrer begrenzten Mittel hätten sie es sich nicht leisten können, eine neue Ausrüstung zu kaufen, wenn beim Training etwas kaputt gegangen wäre. Deshalb wollten sie ihre Ausrüstung für das eigentliche Spiel aufsparen.

Allerdings ist die Vorgeschichte zu dem, was die Mädchen ertragen mussten, um ihren Traum zu verwirklichen, sowohl herzzerreißend als auch ärgerlich! In einem gerade erschienenen Interview berichten die Mädchen, wie lokale Bürokraten in ihrem Dorf sie für ihren Traum und ihre Sehnsucht gedemütigt und ihnen Steine in den Weg gelegt haben, als sie die Geburtsurkunden beantragen wollten, die sie benötigten, um einen Pass und ein Visum zu bekommen.

Die Regierungsbeamten entschieden, dass die Mädchen ihre Geburtsurkunden mit Sklavenarbeit, wie kochen, aufräumen und putzen, verdienen sollten.

Die Beamten missbrauchten die Mädchen auch körperlich. Sie wurden geschlagen und getreten. Ausserdem wurde ihnen erzählt, dass sie in Spanien niemals einen Sieg erringen könnten, weil sie im Vergleich zu den europäischen Mädchen so unterernährt und schwächlich seien.

Letzendlich haben es die Mädchen geschafft, ihre Geburtsurkunden zu bekommen, weil ihr Trainer, ein Amerikaner namens Franz Gastler, der die Gruppe „Yuwa­-India“ gründete (das Team der Mädchen war ein Teil davon), sich für sie einsetzte und die Angelegenheit vor übergeordnete Behörden brachte.

Aber nicht nur, dass die indischen Medien nichts über den hart erkämpften Sieg dieser jungen Mädchen berichteten, die durch nichts als ihre Träume angetrieben wurden. Beschämenderweise schienen weder Praful Patel, der Präsident des indischen Fußballverbandes „All India Football Federation“ (AIFF),  noch der neue indische Sportminister, Jitendra Singh, von der Leistung der Mädchen Notiz zu nehmen!

Wie viele Mädchen gibt noch in Indien, mit großem Potential und unglaublichen Träumen,  die von der korrupten und frauenfeindlichen Regierung und der politischen Maschinerie in Grund und Boden gestampft werden?

Wie wichtig ist es, die Freiheit und die Rechte der Frauen und Mädchen in Indien auf die politische Plattform zu bringen?




ZUM ÜBERSETZER

Matthew Brown wurde in der Nähe von Chicago geboren und wuchs an den Stränden von Los Angeles auf. Er begann seine Weltreisen mit einer Punk-Rock-Band und entwickelte auf diesen Reisen seinen Geschmack für multikulturelle Kunst, Medien und Literatur. Nach seinem erfolgreichen Abschluss an der California State University Long Beach setzte er sein Engagement für Kunst und Literatur fort und unterstützte die Gründer der Bilingual Foundation of the Arts und des Carmen Zapata Theatre. Zur Zeit wohnt er in Coesfeld (Deutschland) und arbeitet freiberuflich als Künstler und Schriftsteller.

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#Mumbai: Modedesignerin von Chefin in #Sexhandel verkauft

Aus dem englischen Original übersetzt von Andrea Wlazik

Mumbai, 11. Januar 2014
Auf der Polizeistation in Khar zeigte am Donnerstag eine 27-jährige Modedesignerin ihre Chefin wegen Menschenhandels an. Die Inhaberin von Boutiquen in Khar und Dubai soll dem Opfer einen lukrativen Auftrag in der Dubai versprochen haben. Statt dessen verkaufte sie sie in den dortigen Sexhandel. Die Frau hatte für den angeblichen Auftrag vom Opfer eine Vermittlungsprovision von 100.000 Rupien bekommen. Das Opfer erreichte Dubai im Juni. Sie berichtet, dass sie 25 Tage lang im Zimmer eines 5-Sterne-Hotels gefangengehalten und von verschiedenen Männern vergewaltigt worden sei. Hier der Bericht:
http://timesofindia.indiatimes.com/city/mumbai/Fashion-designer-pushed-into-prostitution/articleshow/28653361.cms

25-jährige Frau in Uttar Pradesh wegen #Mitgift totgeprügelt

Aus dem englischen Original übersetzt von Andrea Wlazik

Gorakhpur, UP, 05. Januar 2014
Am Freitag Nacht, wurde in Uttar Pradesh, einem Staat, in dem Kriminalität gegen Frauen besonders häufig vorkommt, erneut eine junge Frau, die 25-jährige Lalita Devi, die im dritten Monat schwanger war, von ihrem Ehemann und ihren Schwiegereltern in Bangai auf Höhe der Guleria Polizeistation zu Tode geprügelt. Lalitas Eltern berichten, dass die Schwiegereltern seit Lalitas Hochzeit ein Motorrad, 20.000 Rupien in Bar und eine Goldkette gefordert hatten. Auf Veranlassung von Lalitas Vater hat die Polizei ein Verfahren gegen den Ehemann und Schwiegereltern eingeleitet und den Leichnam zur Autopsie gegeben.

http://articles.timesofindia.indiatimes.com/2014-01-05/varanasi/45881888_1_bus-conductor-upsrtc-bus-bus-driver

13-jähriges Dalitmädchen in Uttarakhand gruppenvergewaltigt, gefoltert und getötet

Aus dem englischen Original übersetzt von Andrea Wlazik

Uttarakhand, 09. Januar 2014
Im Bezirk Haridwar in Uttarakhand wurde ein 13-jähriges Dalitmädchen gruppenvergewaltigt, gefoltert und schließlich getötet. Ihr nackter, geschundener Körper wurde in einem Zuckerrohrfeld entdeckt. Sie war Schülerin eines zentralen staatlichen Mädcheninternats in der Nähe von Haridwar. Sie war nach Hause gekommen, um die Winterferien dort zu verbringen.
http://articles.timesofindia.indiatimes.com/2014-01-09/india/46028771_1_dalit-girl-uttarakhand-chief-minister-haridwar

Dänische Touristin in Neu-Delhi von mehreren Männern vergewaltigt

Aus dem englischen Original übersetzt von Andrea Wlazik

Neu-Delhi, 15. Januar 2014
Berichten zufolge wurde am 14. Januar eine 51-jährige dänische Touristin in der Nähe des Bahnhofs Neu-Delhi mit einem Messer bedroht und von mehr als 6 Männern vergewaltigt. Sie hatte sich auf dem Rückweg zu ihrem Hotel in Paharganj verlaufen und eine Gruppe Männer nach dem Weg gefragt. Die Männer führten sie zu einer abgelegenen Stelle, bedrohten sie mit einem Messer und vergewaltigten sie. Zudem raubten sie ihr ihre Wertsachen. Das Opfer soll eine medizinische Untersuchung verweigert haben. Sie will nach Dänemark zurück reisen. Hier der (englischsprachige) Bericht:  http://www.thehindu.com/news/national/danish-tourist-gangraped-in-delhi/article5577707.ece

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11 Sicherheitstipps für Frauen, die in Indien alleine leben oder reisen

Indien: 18-jährige Deutsche in fahrendem Zug vergewaltigt

Aus dem englischen Original übersetzt von Andrea Wlazik

Chennai, 15. Januar 2014
Eine 18-jährige Deutsche, die nach Chennai gekommen war, um für eine NGO (Nichtregierungsorganisiation) zu arbeiten, hat bei der Polizei Anzeige wegen Vergewaltigung erstattet. Sie berichtet, dass sie in einem Zug, mit dem sie von Mangalore nach Chennai reiste, überfallen wurde, während sie schlief. Sie sagt, sie hatte zu große Angst davor, um Hilfe zu rufen und andere Passagiere zu alarmieren, die im selben Abteil schliefen. Drei Tage später wandte sie sich an die Polizei; bislang wurde ein Mann festgenommen. Weitere (englischsprachige) Informationen finden Sie hier:
https://hromedia.com/2014/01/15/india-man-arrested-allegedly-raping-a-german-teen-in-moving-train/

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#Assam: 850 Fälle von #Morden und Selbstmorden im Zusammenhang mit #Mitgift innerhalb von 6 Jahren

Aus dem englischen Original von Rita Banerji übersetzt von Andrea Wlazik

Guwahati, 03. Januar 2014

Es gibt einen gefährlich ansteigenden Trend von Mitgiftgewalt und -morden im Staat Assam, im Nordosten von Indien, einem Staat, in dem Mitgiftforderungen traditionell bislang eher unbekannt waren. In den letzten 6 Jahren wurden dort im Zusammenhang mit dieser Praxis 850 Morde und „Selbstmorde“ erfasst.

Alleine in 2013 (bis Oktober) wurden 135 mitgiftbezogene Todesfälle aufgenommen, in 2012 lag die Anzahl bei 140 Toten. Die bei der Polizei von Assam verfügbare Statistik zeigt jedoch, dass in keiner der Polizeistationen des Staates auch nur ein einziger der im Jahr 2013 (bis Oktober) erfassten 135 Fälle tatsächlich als Straftat gemäß Dowry Prohibition Act (gesetzliches Mitgiftverbot) aufgenommen wurde.

Obwohl der Staatsapparat bereits Maßnahmen gegen an Frauen begangene Straftaten ergriffen hat, ist die Tendenz nach wie vor steigend. Insgesamt wurden in 2013 (bis Oktober) 14.500 an Frauen begangene Straftaten erfasst, deutlich mehr als im Vorjahr. 7.362 Fälle von Grausamkeit durch den Ehemann (§498 A), nahmen die verschiedenen Polizeistationen des Staates auf, desweiteren 1.673 Vergewaltigungsfälle, 1.804 Fälle von Belästigung und 3.535 Entführungen.

Quelle: http://www.assamtribune.com/scripts/detailsnew.asp?id=jan0414/at085

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