Wie sich in Indien Rassismus und Sexismus vermischen – Eine Online-Fotoausstellung

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Stellen Sie sich vor, Sie würden irgendeiner der in dieser Fotoaustellung abgebildeten Frauen begegnen. Würden Sie glauben, dass sie aus Indien kommen?

WÜRDEN SIE SAGEN, DIE FRAUEN SEHEN INDISCH AUS?

Für die meisten Leute inner- und ausserhalb Indiens entsprechen diese Gesichter nicht dem typischen Aussehen einer Inderin. In der Tat erscheinen solche Gesichter nur sehr selten im indischen Fernsehen, in Filmen, in der Politik, oder in der Werbung.
  

Trotz ihrer Präsenz als scheinbare „Minderheit“ in Indiens Öffentlichkeit oder nationaler Identität gehören diese Gesichter zu gar keiner wirklichen Minderheit. So haben z.B. sieben Kommunen der nord-östlichen Staaten Indiens Menschen mit orientalischen Gesichtszügen!! SIEBEN KOMPLETTE STAATEN!! Warum also werden diese rassentypischen Gesichtszüge nicht als „typisch indisch“ anerkannt?

Der dieser Art von Ausgrenzung zugrunde liegende Rassismus ist insbesondere im Zusammenhang mit der Unterordnung und Unterdrückung indischer Frauen von großer Bedeutung. In den Nord-Oststaaten ist z.B. das systematische Vergewaltigen und Verletzen von Frauen durch die Armee mittlerweile ein schwerwiegendes nationales und internationales Menschenrechtsproblem geworden. Außerdem sind Frauen aus dem Nord-Osten, die zum Arbeiten oder Studieren in andere Regionen ziehen, nicht nur aufgrund ihres Geschlechts, sondern auch wegen ihrer Rasse oft Opfer von Missbrauch und physischen oder sexuellen Misshandlungen. Oft sind sie rassistischen verbalen Angriffen wie ‚Chinki’, ‚Momos’, ‚Thukpas’ und ‚Nudeln’ ausgesetzt und fühlen sich wie Fremde im eigenen Land.

Die Online-Fotoaustellung in diesem Post wurde aus Beiträgen der 2400 Fotografen zusammengestellt, die die „The 50 Million Missing Campaign“ auf Flickr unterstützen. Um unsere anderen Online-Fotoaustellungen anzusehen, klicken Sie bitte hier.
  
Der Zweck dieser Online- Ausstellung ist die Geltendmachung des Rechts dieser Frauen, mit ihren Gesichtern, ihren besonderen Merkmalen, ihrer Rasse und ihrer Kleidung, als Durchschnitts-Inderin anerkannt und respektiert zu werden, wie jede andere auch. Zum Anschauen der Ausstellung klicken Sie bitte auf die obige Fotomontage.
Und wenn Sie das nächste Mal eine Frau
sehen, die so oder ähnlich aussieht, sagen Sie ruhig: „SIE SIEHT INDISCH AUS!“

ZUM ÜBERSETZER

Sönke Rickertsen ist freischaffender Schriftsteller, Sänger, Musiker und Künstler. Er lebt in Melbourne, Australien und kann über Facebook kontaktiert werden.

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