Wenn #Mütter ihre Töchter #töten

Aus dem englischen Original übersetzt von Melanie Beaven

Dieses Foto zeigt eine Frau mit ihren zweieiigen Zwillingen – einem Jungen und einem Mädchen.

Wenn man sich die Babys auf diesem Foto anschaut, ist unschwer zu erkennen, welches der beiden das Mädchen ist. Es ist das Baby auf der rechten Seite, zum Skelett abgemagert und nur halb so groß wie ihr Bruder. Sie starb einen Tag nachdem dieses Foto aufgenommen wurde.

Die Mutter hatte auf Anraten ihrer Familie entschieden, nur den Jungen zu stillen, nicht aber das Mädchen. Achten Sie darauf, wie zärtlich sie den Kopf des Jungen hält. Das Mädchen wird nicht gehalten. Nicht einmal die Flasche wird festgehalten! Die Körpersprache der Mutter Mehr von diesem Beitrag lesen

Advertisements

Karishmas Großmutter versuchte, sie zu töten

Karishma wenige Wochen vor ihrem zweiten Geburtstag

Aus dem englischen Original übersetzt von Andrea Wlazik

Einer der herzzerreißendsten Fälle für die „The 50 Million Missing Campaign“ ist der von Karishma. Karishma kam im Dezember 2008 per Kaiserschnitt zur Welt. Ihre Geburt brachte ihre Großmutter väterlicherseits zur Weißglut. Ärgerlich verkündete diese: „Ein Mädchen! Ich werde ihr Salz in den Mund tun, um sie zu töten!“

Millionen kleiner Mädchen unter 6 Jahren sterben in Indien durch absichtliche Vernachlässigung, willentlich herbeigeführtes Verhungern, Gewalt und häufig auch durch vorsätzlichen Mord. Getötet werden sie offensichtlich aus Rache dafür, dass sie als Mädchen geboren wurden. Lesen Sie hier unseren Beitrag „Woran sterben Indiens kleine Mädchen?“

Jede ländliche Region Indiens hat ihre eigene althergebrachte Methode, ihre Mädchen zu töten. Im Westen ist es doodh-peeti (Milch trinken), was bedeutet, dass das Baby in einem Kübel Milch ertränkt wird. Im Osten von Indien, wie zum Beispiel in Bengalen, woher Karishma kommt, wird Salz in den Mund des Babys getan und dieser für eine Minute geschlossen gehalten.

Tatsächlich wurden, nur wenige Monate bevor wir dieses Foto von ihr machten, im Wohnort von Karishmas Vater gesund geborene Drillingsmädchen innerhalb eines Tages für tot erklärt. Die Autopsieberichte bestätigten, dass die Familie sie durch Salz im Mund getötet hatte. In einem anderen kürzlich bekannt gewordenen Fall warf ein Vater sein Neugeborenes innerhalb von 12 Stunden nach der Geburt aus einem Zug.

Glücklicherweise lebte Karishma während der ersten vier Monate ihres Lebens im Haus ihrer Großeltern mütterlicherseits, wo sich gut um sie gekümmert wurde. Sobald sie aber ins Haus ihres Vaters zurück kam, versuchte dessen Mutter, Karishma Salz in den Mund zu stecken. Ihre Mutter konnte Karishma retten, musste sie sich aber auf den Rücken binden und überall hin mitnehmen, sogar auf die Toilette.

Karishmas Bruder ist drei Jahre älter als sie. Er wird verehrt und verhätschelt wie ein kleiner Prinz. Tatsächlich ist Karishmas Vater, obwohl er aus einem Dorf stammt, keinesfalls arm. Ihr Großvater ist Leiter des Panchayat  (dörfliche Rechtsinstanz) und Besitzer großer Ländereien und Obstplantagen. Er hat außerdem einen Handyshop eröffnet und eine Motorrad-Ausstellung. Trotzdem war Karishma unerwünscht. Sie wurde behandelt, als sei sie nicht anwesend. Sie musste in der Nähe ihrer Mutter auf dem Boden liegen, während diese für die Familie kochte und putzte. Niemand nahm sie jemals hoch oder schmuste mit ihr.  Sie wurde nicht nur vernachlässigt und ignoriert, man ließ sie absichtlich hungern. Interessanterweise gab auch ihre Mutter, die sie jederzeit hätte füttern können, ihr nichts zu essen. Sie gaben ihr nicht einmal einen Namen. Den Namen Karishma (Wunder) gab ihr Rita Banerji, die Gründerin der Kampagne „50 Million Missing“, viel später, bestürzt darüber, dass ein beinahe zwei Jahre altes Kind noch keinen Namen hat. Karishmas Vater und seine Familie weigerten sich, der Mutter Geld zu geben, um Milch oder Medikamente für Karishma zu kaufen.

Sie war noch kein Jahr alt, als ihre Großmutter väterlicherseits, die Karishmas Mutter ständig körperlich misshandelte, begann, auch Karishma zu misshandeln. Mit der Zeit wurden die Schläge so heftig, dass es vorkam, dass Karishma vor Schmerz das Bewusstsein verlor. Oft war sie übersät mit Blutergüssen. Die Großmutter brachte sogar Karishmas Bruder bei, sie zu würgen. Sie sagte zu ihm: „Wenn Du Deine Schwester tötest, werden wir Dich noch mehr lieben.

Im April 2010 zogen Karishma und ihre Mutter zurück ins Haus der Großeltern mütterlicherseits. Karishma war extrem unterernährt. Der untersuchende Arzt meinte, wäre es noch ein paar Monate so weiter gegangen, hätte sie nicht überlebt. Es überrascht nicht, dass in Indien die Sterblichkeitsrate für Mädchen unter 5 Jahren 75% höher liegt als bei Jungen im gleichen Alter.

Karishma wurde von ihren Großeltern mütterlicherseits herzlich und mit offenen Armen empfangen. Sie überhäuften sie mit Liebe und Fürsorge, so wie jedes Kind es verdient und braucht. Ihre Großmutter, Sandya, kochte und zerstampfte ihr jeden Tag Gemüse, um ihr die Ernährung zu geben, die ihr all die Monate verweigert wurde. Sandya brachte Karishma jeden Morgen zu einem kleinen Kindergarten, wo Karishma endlich mit anderen Kindern spielen und ein normales, gesundes Umfeld genießen konnte. Sie blühte auf, trat eifrig in Kontakt mit anderen Menschen und schien ein glückliches Kind zu sein.

Dann, am 30. Mai 2010, entschied Karishmas Mutter plötzlich, zu ihrem Ehemann und ihrer Schwiegerfamilie zurück zu kehren. Diese Reaktion ist leider häufig bei Frauen, die häusliche Misshandlung erfahren, sogar dann, wenn sie so viel Unterstützung und Anleitung bekommen wie Karishmas Mutter.

Sie sprach mit Rita Banerji und war sich bewusst, dass Karishmas Leben in Gefahr war. Wenn sie Karishma aber zurücklassen würde, würden ihr deswegen weitere Misshandlungen im Haus ihrer Schwiegerfamilie widerfahren. Karishmas Mutter entschied: Sie war bereit, das Leben ihrer Tochter zu opfern, um ihre Ehe, so unglücklich und erniedrigend diese auch war, aufrecht zu erhalten. Eine Gruppe Anwälte ging zum Haus von Karishmas Vater und sagte Karishmas Mutter, dass sie gekommen seien, um sie und ihre Kinder in eine sichere Unterkunft zu bringen und dass kein Gesetz der Welt sie davon abhalten würde. Aber Karishmas Mutter meinte, sie wolle bei ihrem Ehemann leben und ihn nicht verlassen, ehe er seine Erlaubnis dazu geben würde. Es war sehr schmerzlich für die Anwälte, die Kampagne „50 Million Missing“ und Karishmas Großeltern, da wir es alle gerne gesehen hätten, wenn sie ein neues Leben begonnen hätte. Wir hätten sie in jeder Hinsicht unterstützt – mit Beratungen, Schulungen, einem sicheren Zuhause und einem neuen Job.

Frauen kehren oft zu ihrem Ehemann und der Schwiegerfamilie zurück, selbst wenn ihr Leben in Gefahr ist, eine kulturell bedingte Reaktion in Indien. Man sagt, dass der rechtmäßige Platz der Frau bei ihrem Ehemann ist, egal wie gut oder schlecht dieser auch sein mag. Dies gilt auch für gebildete Frauen, für Arbeiterinnen und weibliche Fachkräfte in Indien. Viele von denen, die sich vielleicht scheiden lassen, empfinden das als einen Akt der Schande. Man wird kaum eine indische Frau finden, die offen darüber spricht, wie sie eine von Gewalt geprägte Ehe überlebt hat.

Unsere Sorge gilt jetzt vorrangig Karishma. Ihre Mutter ist erwachsen und wir können sie nicht zwingen, ihren Ehemann und ihre Schwiegerfamilie gegen ihren Willen zu verlassen. Leider hat die arme Karishma weder eine Wahl noch wird sie angehört zu dem, was ihr eigenes Leben und ihre Sicherheit betrifft. Unsere Angst ist, dass wenn sie bis zum Alter von 5-6 Jahren überlebt, ihre Großeltern sie ins Sexgewerbe verkaufen könnten, damit sie später nicht die Mitgift für sie zahlen müssen. Unglücklicherweise gibt es kein Gesetz in Indien, das den Staat rechtlich dazu befugt, einzuschreiten, wenn das Leben eines Kindes im Haus seiner Eltern gefährdet ist. Solange nicht beide Elternteile sie freiwillig herausgeben, können wir keine Vorkehrungen für ihre Adoption treffen. Auf jeden Fall bleiben wir in Kontakt mit Sandya, Karishmas Großmutter mütterlicherseits, die oft das Dorf besucht, in dem ihre Tochter mit ihrem Mann und der Schwiegerfamilie lebt, nur um Karishma zu sehen und sich zu vergewissern, dass es ihr gut geht.

© Die Kampagne „50 Million Missing“ (50 Millionen verschwunden). Alle Rechte vorbehalten. Bitte beachten Sie bei Weitergabe unsere Hinweise zum Copyright.

ZUR AUTORIN

Rita Banerji ist Autorin und Frauenrechtsaktivistin und Begründerin der „The 50 Million Missing Campaign“, einer Kampagne zur Beendung des Völkermords am weiblichen Geschlecht in Indien. Ihr Buch „Sex and Power: Defining History Shaping Societies“ ist ein historischer und gesellschaftlicher Blick darauf, wie die Beziehung von Geschlecht und Macht in Indien zum anhaltenden weiblichen Genderzid führte. Ihre Webseite ist zu finden unter www.ritabanerji.com. Sie bloggt auf Revolutions in my Space und twittert auf @Rita_Banerji

ZUR ÜBERSETZERIN
Andrea Wlazik ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin. Sie arbeitet als freiberufliche Texterin und Übersetzerin und koordiniert den deutschen Blog der„The 50 Million Missing Campaign“. Sie ist außerdem Initiatorin der von der Kampagne unabhängigen deutschen Facebook-Gruppe Femizid in Indien und schreibt Artikel für die Netzfrauen.

Woran sterben Indiens kleine Mädchen?

Flower. Mamallapuram

Foto von Claire Pismont©

 von Rita Banerji

Aus dem englischen Original übersetztvon Alexander Ohnmeiß

Der folgende Text ist ein bearbeiteter Auszug aus einem Artikel von Rita Banerji, ursprünglich veröffentlicht im „Women’s News Network“. [Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.]

Ein Bericht der UN-DESA (United Nations, Fachabteilung für sozialwirtschaftliche Angelegenheiten) aus dem Jahr 2012 beschäftigt sich mit den Sterblichkeitsraten von Neugeborenen und Kleinkindern im weltweiten Vergleich. Darin wird eine schockierende Tatsache ganz deutlich: Indien weist eine unnatürlich hohe Sterblichkeitsrate bei weiblichen Kindern der Altersgruppe von 1 bis 5 Jahren auf –  weitaus höher als bei jedem anderen der 150 untersuchten Länder, von denen einige, z.B. die afrikanischen, weitaus ärmer sind als Indien!

Der Bericht zeigt, dass in Indien die Sterblichkeitsrate für ein Mädchen im Alter von 1 bis 5 Jahren um 75% höher liegt als bei einem Jungen der gleichen Alterskategorie. Auf 56 verstorbene männliche Kleinkinder im Alter von 1 bis 5 Jahren kommen demnach 100 weibliche Todesfälle. Statistisch betrachtet müsste die Relation umgekehrt sein. Üblicherweise haben Mädchen dieses Alters aufgrund biologischer Vorteile eine  höhere natürliche Überlebensrate. Und so beläuft sich das Verhältnis in dieser Altersgruppe für den Rest der Welt auf 116 verstorbene Jungen zu nur 100 Todesfällen unter den Mädchen.

Was verursacht diese alarmierend hohe Todesrate bei Indiens kleinen Mädchen??

Laut einem in 2011 veröffentlichten Untersuchungsbericht, aus  Archives of Pediatrics and Adolescent Medicine“, einer Zeitschrift für Kinder- und Jugendheilkunde, besagt eine gemeinschaftliche Studie des „Indian Council of Medical Research“ und der „Harvard School of Public Health“ , dass die unnatürlich hohe Sterblichkeitsrate von Mädchen in Indien auf die vorherrschende häusliche Gewalt zurück zu führen ist, die sich gezielt gegen weibliche Personen richtet, nicht aber gegen den männlichen Nachwuchs!

Indian baby

Foto von Zuhair Al-Traifi ©

In den betroffenen Familien waren es dem Bericht nach nicht nur erwachsene Frauen, die durch  häusliche Gewalt ums Leben kamen, sondern Mädchen gleichermaßen. Von 1985 bis 2005 gesammeltes Datenmaterial zu Lebendgeburten in Indien macht deutlich, dass 1,2 Mio. der in diesem Zeitraum geborenen Mädchen bereits als Säuglinge getötet wurden. Weitere 1,8 Mio. wurden getötet, bevor sie das 6. Lebensjahr erreicht hatten!!! Somit wurden von den innerhalb dieser 20 Jahre geborenen Mädchen 3 Millionen getötet, bevor sie 6 Jahre alt waren.

Diese Studie bestätigt, dass Mädchen ein deutlich höheres Risiko haben, an häuslicher Gewalt zu sterben, als Jungen.  Während bei Mädchen im Altern von 1 bis 5 Jahren die Wahrscheinlichkeit aufgrund häuslicher Gewalt zu sterben um 21 % höher liegt als bei Jungen im selben Alter, liegt sie bei weiblichen Säuglingen bis zu ihrem ersten Geburtstag sogar 50% höher als bei den männlichen.

Der Leiter dieser Untersuchungen, Dr. Jay Silverman, äußerte sich abschließend: „Wenn du in Indien als Mädchen in eine Familie geboren wirst, in der deine Mutter misshandelt wird, verringert das deine Chancen, deine frühe Kindheit zu überleben, beträchtlich. Schockierenderweise ist diese Gewalttätigkeit aber keine Bedrohung für dein Leben, wenn du das Glück hattest, als Junge zur Welt zu kommen.“

Bracelets. Tiruparankundram

Foto von Joel Dousset ©

Eine weitere Methode Indiens kleine Mädchen aus der Welt zu schaffen ist die bewusste und jeglichem Missbrauch gleichkommende Vernachlässigung elterlicher Pflichten. Ein Untersuchungsbericht der UNICEF hatte 2007 festgestellt, dass bei Mädchen unter 5 Jahren die  Sterblichkeitsrate 40 Prozent höher war als die gleichaltriger Jungen. So lassen Familien ihre Töchter absichtlich hungern, verweigern ihnen Nahrung entweder gänzlich oder geben ihnen die Überreste,  sollten die männlichen Familienangehörigen etwas übrig gelassen haben. Bei Erkrankungen der Mädchen, lassen Familien die Töchter oft lieber sterben als Geld für medizinische Versorgung auszugeben.

Das Töten weiblicher Säuglinge hat eine lange Tradition in Indien und erschreckenderweise hat jede Region ihre eigene, gebräuchliche Art,  wie das Ertränken des Neugeborenen in einem Eimer Milch, das Füttern mit Salz oder das Begraben des lebenden weiblichen Säugling in einem tönernen Topf. In den Familien der Mittel- und Oberschicht jedoch finden sich noch hinterhältigere Tötungsmethoden. Oft wird ein Unfall als Todesursache vorgetäuscht, oder das Herbeiführen „natürlicher“ Erkrankungen, um polizeilicher Verfolgung zu entgehen.

In einer von der indischen Registierungsbehörde veranlassten Studie, die 2010 in der medizinishen Zeitschrift “The Lancet,” veröffentlicht wurde, kam ein merkwürdiger Umstand ans Tageslicht: In Indien sterben Mädchen im Alter von 1 Monat bis 5 Jahren 4 bis 5-mal häufiger an Lungenentzündung und Durchfallerkrankungen als gleichaltrige Jungen.

Aber warum sterben die Mädchen ausgerechnet an diesen 2 Krankheiten?

The Eyes Have It....(Surprise)

Foto von Akash Banerjee ©

Die schockierende Antwort findet man in einer Beobachtung der indischen Autorin Gita Aravamudan, wie beschrieben in ihrem 2007 erschienenen Buch „Disappearing Daughters“ (direkte Übersetzung: „Verschwindende Töchter“). Während ihrer Besuche in den Regionen Indiens, in denen weibliche Säuglingsmorde auf der Tagesordnung stehen, machte Aravamudan die Erfahrung, dass die gängig verwendeten Tötungsmethoden sich durchaus schnell entlarven lassen und daraufhin eine polizeiliche Überführung eingeleitet werden kann. „[Um eine Verhaftung zu vermeiden] ersinnen Familien noch qualvollere Mordpraktiken [für weibliche Kleinkinder]…“ Das Hervorrufen einer Lungenentzündung war die moderne Methode. Das Neugeborene wurde entweder direkt nach der Geburt, oder wenn es vom Krankenhaus nach Hause gebracht wurde in ein feuchtes Tuch gehüllt oder in kaltes Wasser getaucht. Nach einigen Stunden, falls es noch am Leben war wurde der Säugling zu einem Arzt gebracht der die Lungenentzündung feststellte und die entsprechenden Medikamente verschrieb. Diese warfen die Eltern jedoch postwendend in den Abfall. Wenn dann das kleine Geschöpf schlussendlich gestorben war, hielten die Eltern ein ärztliches Attest in Händen, dass eine „gewöhnliche“ Lungenentzündung nachwies. In anderen Fällen wurden weibliche Säuglinge an einen Alkoholtropf gehängt, um künstlich schweren Durchfall zu induzieren – eine weitere „attestierbare Erkrankung“.

karishma-blog1

Karishma mit 2 Jahren, Foto von Rita Banerji ©

Als Gründerin der Kampagne „50 Million Missing“, die darauf hinarbeitet, ein weltweites Bewusstsein für den anhaltenden, systematischen Völkermord/Geschlechtermord am weiblichen Geschlecht in Indien zu schaffen, sind mir solche Umstände nur zu vertraut. Vor 2 Jahren hat sich unsere Aktion in den Fall eines kleinen Mädchens namens Karishma eingeschaltet, dessen Familie sich ihrer entledigen wollte und zahlreiche Versuche unternommen hatte, sie zu töten. Lesen Sie Karishmas Geschichte hier.

©  Die Kampagne „50 Million Missing“ (50 Millionen verschwunden). Alle Rechte vorbehalten. Bitte beachten Sie bei Weitergabe unsere Hinweise zum Copyright.

ÜBER DIE AUTORIN

Rita Banerji

ist Autorin, Frauenrechtsaktivistin und Begründerin von „50 Million Missing“ (50 Millionen fehlen), einer Kampagne zur Beendung des Völkermords am weiblichen Geschlecht in Indien. Ihr Buch  ‘Sex and Power: Defining History Shaping Societies ist ein historischer und gesellschaftlicher Blick darauf, wie die Beziehung von Geschlecht und Macht in Indien zum anhaltenden weiblichen Genderzid führte. Ihre Webseite ist zu finden unter www.ritabanerji.com. Sie bloggt auf  Revolutions in my Space und twittert auf @Rita_Banerji

ÜBER DIE FOTOGRAFEN

Die Fotos in diesem Beitrag sind von Mitgliedern der Kampagne „50 Million Missing“. 2400 Fotografen aus der ganzen Welt unterstützen den  „50 Million Missing“-Fotopool auf flickr. Um weitere Arbeiten der einzelnen Fotografen zu sehen, klicken Sie auf die Fotos um zu den entsprechenden Seiten des jeweiligen Fotografen zu kommen.

%d Bloggern gefällt das: