Von Gandhi bis Asaram: Wer ermöglicht „Gurus“ sexuelle Strafhandlungen?

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Asaram in Haft

Aus dem englischen Original von Rita Banerji
übersetzt von Carmen Berelson

Es ist unheimlich, wieviel er mit Gandhi gemein hat. Ich meine damit Asaram, den indischen spirituellen Führer, der vor kurzem wegen sexuellen Missbrauchs an der 15-jährigen Tochter eines seiner Anhänger verhaftet wurde.

Sowohl Gandhi als auch Asaram hatten Millionen von Anhängern, die sie als Heilige und spirituelle Führer sahen und von denen sie „Bapu“ oder Vater genannt wurden. Gandhi wie Asaram haben Sex und sexuelles Begehren als „Sünden“ bezeichnet und jeden Ausdruck von Sexualität verdammt als schmutzige Importe aus dem Westen, die zu vermeiden sind, weil sie Indiens Jugend und Kultur gefährden. Beide predigten ihren Anhängern Abstinenz und die Kontrolle sexuellen Begehrens als eine Form der Selbstläuterung.

Und Gandhi wie auch Asaram waren Heuchler, die in ihrem Streben nach sexueller Befriedigung verschiedener Art gegen ihre eigenen Lehren verstoßen haben, selbst wenn dies zum sexuellen Missbrauch von Mädchen und Frauen unter ihren Anhängern führte.

Details aus Asarams Vergangenheit, die sich nun zu einem Gesamtbild zusammenfügen,  lassen erkennen, dass er Frauen nicht nur sexuell missbrauchte und vergewaltigte, sondern dass er die Frauen in seinem Ashram als sexuelle „Gespielinnen“ betrachtete. Gandhi dagegen hatte unter den jüngeren seiner weiblichen Anhänger einige in den späten Teenagerjahren, die nachts nackt in seinem Bett schliefen. Er behauptete, dass er dadurch die „Macht“ der Enthaltsamkeit testen könne. Umso erschreckender, dass dies nicht nur seinen Anhängern bekannt war, sondern allen, mit denen er in Kontakt kam – seiner großen Fangemeinde aus Politikern, Aktivisten, Philosophen und Journalisten – sowohl in Indien und auch im Ausland. Zu verlangen, dass Mädchen und Frauen nackt in seinem Bett schlafen, ist an sich bereits eine Form des sexuellen Missbrauchs – ein Privileg, dessen sich Gandhi wegen seiner Position und Stellung bediente. Was sich in seinem Bett tatsächlich abspielte, ist bis dato unbekannt, da die Frauen zur Verschwiegenheit verpflichtet waren. Das Verhalten und die Reaktionen der Frauen in seiner Umgebung und Auszüge aus ihren Tagebüchern weisen klare Anzeichen sexueller Manipulation und Ausbeutung auf. [Siehe unten ein Auszug aus meinem Buch ,Sex and Powerʹ.]

Wer oder was ermöglicht diesen spirituellen Führern, die ungestrafte sexuelle Ausbeutung?

Da ist zunächst der Einfluss, den diese Personen wegen ihrer hypnotischen Kraft über große Menschenmassen und damit über die politischen und an der Regierung befindlichen Klassen ausüben. Da sie wegen ihres Status als Kultfigur von Millionen blind verehrt werden, sehen Politiker sie als einfachen Weg, die Massen zu erreichen und zu beeinflussen. Genau deshalb schwiegen die engen politischen Verbündeten Gandhis, selbst jene, die seine Handlungen missbilligten. Die Gründe, warum es 15 Tage gedauert hat, bis Asaram von der Polizei verhaftet wurde, sind ähnlich. Er hatte den Schutz von Politikern, die hoffen, in der nächsten Wahl in Indien im Jahr 2014 die Stimmen von Millionen Indern zu erhalten, die Asaram verehren. Es sind also die blind folgenden Massen, die Gurus und Gottheiten Immunität verleihen. Schließlich eignen sich organisierte Religionen oder Glaubensformen ausgezeichnet für diese Art von Kultmentalität und blinden Gehorsam.

Allerdings geht es dabei im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht um Religion. Diese kultähnliche Mentalität und das blinde Vertrauen bezieht auch Menschen ein, die Religion scheuen, die jedoch Personen wie Gandhi, die für sie gleichbedeutend sind mit hehren Ideen und Idealen, verherrlichen und auf ein Podest stellen.  Und diese geheiligten Männer mit Kultstatus sind in allen Bereichen anzutreffen – Religion, Politik, Sport und sogar in der darstellenden Kunst!

gandhi crowds

Gandhis Gefolgschaft

Asarams Anhänger gingen in die gewaltsame Defensive und attackierten Übertragungswagen  und Journalisten. Die Verehrer Gandhis tun jedoch dasselbe, selbst heute noch!  Artikel, die ich über Gandhi hinsichtlich seiner Einstellung zu Sex, Sexualität und Frauen geschrieben habe, und sogar ein Artikel in einer britischen Zeitung, in der ich zitiert wurde, wurden mit öffentlichen Kommentaren aus Indien und westlichen Ländern bedacht, die verbal feindlich und defensiv waren.  Interessanterweise wollten sich die Kritiker nicht mit dem auseinandersetzen, was geschrieben wurde, sondern hoben die Aspekte hervor, die sie als rehabilitierend erachteten. Anders ausgedrückt:  Weil sie meinen, dass Gandhi Gewaltlosigkeit gepredigt und Indien in die Freiheit geführt hat, ist dieses Verhalten eine Kleinigkeit, die zu ignorieren sie freuding bereit sind! Und sie wünschen sich, dass der Rest von uns das auch tun würde. Andere bestanden darauf, dass sexueller Missbrauch usw. ein Problem unserer Zeit ist, das damals nicht dieselbe Bedeutung hatte!  Ich frage mich, was nach Meinung dieser Leute die Eltern der jungen Mädchen gefühlt haben, die in den 1940er Jahren Gandhis Gefolge angehörten? Wollen sie unterstellen, dass diese Eltern sich geehrt gefühlt haben, weil Gandhi ihre Töchter für seine perversen Sexexperimente missbrauchte?

Es ist sehr wichtig, sich klar zu machen, dass Männer in Führungspositionen Mädchen und Frauen sexuell ausbeuten können, weil die Personen, die ihrem Status huldigen, auch den Raum und die Macht für ihre Handlungen schaffen!

Asaram wurde jetzt verhaftet, was nicht einfach war. Der Vater eines 15-jährigen Opfers stand als Einziger seiner Tochter bei, als sie bei der Polizei ihre Anzeige machte und beschrieb, wie Asaram sie eine Stunde lang gefangen hielt und sich sexuell an ihr verging. Trotz des mächtigen Schutzes, den Asaram durch Politiker, die Polizei und Millionen von wütenden Anhängern genoss, blieb er hartnäckig bei seiner Forderung, dass Asaram verhaftet werden müsse. Der Vater, der einst zu den Anhängern Asarams gehörte, sagte, dass sein damaliger blinder Gehorsam falsch gewesen sei. Andere von Asarams Opfern haben dadurch den Mut erhalten, gegen Asaram auszusagen.

Es ist eine wichtige Erkenntnis, dass jeder von uns verantwortlich ist, für das Unrecht, das Menschen begehen, die wir auf einen Sockel erheben. Jeden von uns trifft eine Mitschuld.

[Nachfolgend einige Auszüge aus den Seiten 265-281 von Sex and Power: Defining History, Shaping Societies geschrieben von Rita Banerji.  Penguin Books, Indien, 2008; Penguin Global, 2009] 

Mohandas K. Gandhi ;Manilal Gandhi ;Mrs. Kanu Gandhi;Pyarelal;Sita Gandhi;Sushila Pai;Raj Kumari[Das Zölibat war eine] von Gandhis bevorzugten Ideologien…die er leidenschaftlich als wesentlichen Aspekt seiner sozialen und politischen Lehren vertrat. …[Er] erachtete Sex bei allen Menschen, auch bei Eheleuten, als „unrein“. Gandhi missfiel die sexuelle Neugierde [der unverheirateten Jugendlichen seines Ashrams]. Er war dafür bekannt, dass er Frauen [unter seinen Anhängern] bat, als guru-dakshina [eine Bezahlung an ihn als Lehrer] ein lebenslanges Gelübde der Keuschheit abzulegen. Er riet [sogar] Eheleuten [in seinem Ashram]…es nicht nur zu vermeiden, ein Bett zu teilen, sondern auch ein Zimmer, es sei denn, sie wollten ein Kind zeugen… Obwohl er den [auf dem Kastenwesen basierenden] Brauch der „Unberührbarkeit“ beklagte,  …besetzte er verantwortungsvolle Positionen in seinem Ashram selten mit Adivasis oder Tribals, … da ihm deren liberale sexuelle Gewohnheiten missfielen … Er hatte die Vision, dass eines Tages „die ganze Welt“ Keuschheit üben würde.“

Gandhis Kampf gegen seine Libido entwickelte sich zu einem lebenslangen Martyrium, weil er wie besessen mit allen möglichen Strategien experimentierte, um „den heimtückischen Feind“, wie er es bezeichnete, zu bekämpfen. Er gab zu, ein Mensch mit intensiver „sexueller Lust“ zu sein,… und er sprach davon, dass er in seinem „Krieg“ gegen diesen „Feind“ ständig „Mut“ brauche und „wachsam“ sein müsse. Er versuchte, Kontrolle durch Nahrungsmittel zu erlangen, die er in solche unterteilte, die seine Libido schürten und in die, die sie abtöteten.

Laut [dem Schweizer Psychologen] Jung drückt diese [Art der sexuellen Unterdrückung, die Gandhi an den Tag legte] sich oftmals durch sexuell perverses Verhalten oder Puritanismus aus, wobei bei Gandhi beide Verhaltensformen deutlich waren. Obwohl er davon besessen war, durch Nahrungsmittel [sexuelle] Stimulation auszuschalten, hat er diese Theorie nicht auf seine [Nähe zu Frauen] angewandt.

Er war ständig von jungen Frauen umringt, die sich seiner [körperlichen] Bedürfnisse annahmen…wozu Massagen in unbekleidetem Zustand [und Bäder] gehörten. Er benutzte Frauen zur Stütze… und beim Gehen legte er seine Arme um ihre Schultern, wenngleich durch einen Spazierstock oder ein paar junge Männer dasselbe hätte erreicht werden können. [Zu seinen sogenannten „Experimenten mit der Wahrheit“ gehörte] Schlafen mit nackten jungen Frauen, um seine Keuschheit zu testen, wobei eines dieser Mädchen seine eigene Großnichte war.

Es ist schwierig, sich den psychologischen Zustand [dieser jungen Frauen, von denen viele Teenager waren] vorzustellen. Es ist allgemein bekannt, dass ihm die Frauen seiner Gefolgschaft körperlich nahe sein wollten …sie konkurrierten darum, von ihm berührt zu werden, …und Frauen, die in seinem Bett schliefen, verhielten sich hysterisch, zeigten [Eifersucht und] Angst vor Zurückweisung, wenn er sich von ihnen abwandte… Der Aufruhr der Gefühle [und in den Leben] einiger dieser Frauen wird in [dem, was in dem Tagebuch als Erzählung eines „Traums“ bezeichnet wird] von Prema Kantak deutlich.  [Sie schreibt,] sie war ein kleines Mädchen in Gandhis Schoß und trank Milch, die von seiner Brust in ihren Mund floss. Sie erinnert sich an den alarmierten Zustand, in dem sie sich in dem Traum befand, weil die Milch nicht aufhörte zu fließen, selbst als sie nicht mehr durstig war und ihre Kleidung und ihr Körper durchnässt waren, während Gandhi sie aufforderte, mehr zu trinken. Obwohl Gandhi freudig versicherte, dies bedeute, dass sie sich bei ihm geborgen fühle, sind der Symbolismus von Samen als Milch und der unterdrückt sexuelle Inhalt [und Hinweis auf sexuellen Missbrauch in dieser Beziehung] unverkennbare Elemente von Premas [aus dem Unterbewusstsein stammenden] Beschreibung.


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ZUR AUTORIN
Rita Banerji ist Autorin, Frauenrechtsaktivistin und Begründerin von “The 50 Million Missing”, einer Kampagne zur Beendung des Völkermords am weiblichen Geschlecht in Indien. Ihr Buch „Sex and Power: Defining History Shaping Societies“ ist ein historischer und gesellschaftlicher Blick darauf, wie die Beziehung von Geschlecht und Macht in Indien zum anhaltenden weiblichen Genderzid führte. Ihre Webseite ist zu finden unter www.ritabanerji.com. Sie bloggt auf Revolutions in my Space und twittert auf @Rita_Banerji.

ZUR ÜBERSETZERIN
Carmen Berelson ist gebürtige Deutsche, wurde in Deutschland zur Übersetzerin ausgebildet und übt diesen Beruf (Fachgebiete Recht, Wirtschaft und Finanzen) freiberuflich in den Vereinigten Staaten aus. Sie interessiert sich für die Rechte von Mensch und Tier, für Ethik und Umweltbelange. Carmen ist unter
CBerelson@aol.com zu erreichen. Ihr Profil ist zu finden unter http://www.atanet.org/onlinedirectories/tsd_listings/tsd_view.fpl?id=2469.

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Überlebende der Suryanelli-Gruppenvergewaltigung: Hätte ich mehr Unterstützung erhalten, wenn ich gestorben wäre?

Aus dem englischen Original übersetzt von Carmen Berelson

Im Januar 1996 wurde ein Schulmädchen gekidnappt, gefangen gehalten und 40 Tage lang von 42 Männern vergewaltigt und misshandelt. 16 Jahre später wartet sie immer noch auf Gerechtigkeit. Nach indischem Gesetz dürfen Vergewaltigungsopfer nicht namentlich genannt werden, weshalb sie als das „Suryanelli-Mädchen“ bekannt wurde. Klicken Sie hier, um die Geschichte über ihren Kampf um Gerechtigkeit zu lesen.

Nachdem das Opfer der Gruppenvergewaltigung in einem Bus in Delhi seinen Verletzungen erlag, haben eine Reihe von Frauen, die brutale Gruppenvergewaltigungen überlebt haben, dieselbe Frage gestellt: Hätten sie mehr öffentliche Sympathie erhalten, wenn auch sie nach der Vergewaltigung ermordet worden wären? Warum erhalten Frauen, die in Indien brutale Gruppenvergewaltigungen überleben und gegen ein korruptes Polizei- und Justizsystem ankämpfen, nicht denselben Beistand durch die Öffentlichkeit in Indien und in aller Welt, selbst wenn ihre Fälle so spektakulär sind wie der Suryanelli- und der Park Street-Fall? Warum steht ihnen niemand bei, wenn sie trotz der Bedrohung durch das Strafsystem und durch gesellschaftliche Stigmatisierung ihren Kampf fortsetzen?

Nachstehend stellt das Suryanelli-Opfer diese Frage mit ihren eigenen Worten:

suryanelli facelessSie lernen meinen Namen wahrscheinlich nie kennen. Bis zu meinem Tod bin ich dazu verdammt, mit diesem Makel zu leben, von dem ich mich nicht befreien kann. Ich bin das Suryanelli-Mädchen.

In den vergangenen 17 Jahren habe ich für Gerechtigkeit gekämpft, während ich von einigen als Kinderprostituierte und von anderen als Opfer bezeichnet wurde. Aber niemand hat mich jemals Nirbhaya oder Amanat (Kostbarkeit) genannt [wie das beim Opfer der Gruppenvergewaltigung in Delhi der Fall war]. Ich werde nie der Stolz des Landes sein oder das Gesicht von Frauen, denen Unrecht getan wurde. Ich bin nicht mehr das 16jährige Schulmädchen, das sich im Bann ihrer ersten Liebe befand und ihr Leben verlor.

Ich bin jetzt 33 Jahre alt und kämpfe immer noch mit denselben Albträumen. Meine Welt besteht aus einer grauen, gewundenen und langen Straße, die sich von meinem Haus zur Kirche und zum Büro hinzieht.

Die Menschen neigen dazu, spöttisch zu grinsen, wenn ich über die 40 Tage spreche, in denen ich zu einem weiblichen Körper gemacht wurde, der nach Lust und Laune benutzt werden konnte, wie ein Stück Vieh verkauft, in verschiedenen Teilen des Staates in dunklen Zimmern festgehalten, Tag und Nacht vergewaltigt und geschlagen. Ich werde gefragt, wie ich mich an alles erinnern kann? Ich frage mich, wie ich es jemals vergessen könnte. Jede Nacht sinke ich in einen unruhigen Schlaf, in dem sich diese Tage wieder und wieder vor meinen Augen abspielen und ich in einem dunkeln, unergründlichen Loch mit schmierigen Männern und bösartigen Frauen aufwache.

Mein Trauma endete nicht damit, dass sie mich in der Nähe meines Hauses wegwarfen, als ich dem Tode nah war. Meine Familie stand mir bei. Ich habe den Fall gemeldet, weil ich der Meinung war, dass dies keinem anderen Mädchen passieren sollte. Ich dachte, ich tue das Richtige, aber die darauf folgenden Ereignisse haben meinen Glauben erschüttert. Das Untersuchungsteam hat mich im ganzen Staat herumgezeigt, mich unzählige Male um die Beschreibung dessen gebeten, was mir zugefügt wurde. Sie machten mir klar, dass es nicht einfach ist, eine Frau zu sein, ob als Opfer oder Überlebende.

Ich bin erleichtert, dass das Mädchen in Delhi gestorben ist. Anderenfalls wären ihr dieselben gezielten, mit Pornografie gespickten Fragen gestellt worden. Sie wäre gezwungen worden, unzählige Fragen nach dem Warum zu beantworten und sie hätte damit leben müssen, dass sie sich vor ihrem eigenen Schatten fürchtet und keine Freunde hat.

Auch ich habe keine Freunde. Im Büro will niemand mit mir sprechen. Meine Eltern und meine Schwester, die in Karnataka arbeitet, sind die einzigen, die meine Stimme hören. Sicher, es gibt Anwälte, Leute von den Medien und soziale Aktivisten. Inzwischen lese ich auch viel, momentan „Aarachar“ (Der Henker) von K R Meera.

Außer meiner Familie weiß niemand, dass ich mir wegen meiner gesundheitlichen Probleme und meiner ständigen Kopfschmerzen Sorgen mache – ein Überbleibsel aus den 40 Tagen, in denen ein Tritt gegen den Kopf zu den Misshandlungen gehörte, denen ich ausgesetzt war. Mein Arzt meinte, ich sollte nicht so gestresst sein, was ich wirklich amüsant fand. Ich habe auch zugenommen. Ich wiege fast 90 kg. Als ich neun Monate lang von meiner Arbeit suspendiert war, verbrachte ich einen Großteil meiner Tage im Bett und die Kilos häuften sich. Jetzt treibe ich ein bißchen Sport. Vollständige Heilung ist ein weiterer Traum, ein weiteres Gebet, das mich am Leben hält.

Mein Glaube an den Allmächtigen, daran, dass sich alles zum Guten wenden wird, ist nach wie vor vorhanden. Jeden Morgen und jeden Abend bete ich, und ich hadere nicht mit meinem Schicksal. Ich vertraue ihm – selbst damals, als ich kaum meine Augen öffnen konnte und beinahe nicht überlebt hätte, habe ich gebetet. Ich gehöre der Lateinischen Kirche an – der größten, zur Katholischen Kirche gehörenden Teilkirche, aber in all den 17 Jahren wurde in keiner Kirche auch nur ein einziges Gebet für mich gesprochen. Keine Rosenkränze begleiteten das Ave Maria und es kamen keine Engel, um mir Trost zu spenden.

Aber mein Glaube ist unerschütterlich. Er gibt mir die Kraft, rund um die Uhr die Nachrichten zu verfolgen, in denen mich die Leute, die das Gesetz hochhalten und schützen, als Kinderprostituierte bezeichnen, und angesehene Persönlichkeiten darüber diskutieren, warum mein Fall keine Aussichten auf Erfolg hat. Selbst wenn im Büro gegen mich falsche Anschuldigungen wegen Betrugs erhoben werden und meine Eltern erhebliche gesundheitliche Probleme haben, rede ich mir ein, dass auch dies eines Tages vorübergehen wird.

Dieser Bericht ist ein Auszug aus The Sunday Times.

ZUR ÜBERSETZERIN
Carmen Berelson ist gebürtige Deutsche, wurde in Deutschland zur Übersetzerin ausgebildet und übt diesen Beruf (Fachgebiete Recht, Wirtschaft und Finanzen) freiberuflich  in den Vereinigten Staaten aus. Sie interessiert sich für die Rechte von Mensch und Tier, für Ethik und Umweltbelange. Carmen ist unter CBerelson@aol.com zu erreichen. Ihr Profil ist zu finden unter http://www.atanet.org/onlinedirectories/tsd_listings/tsd_view.fpl?id=2469.

Gab es eine internationale politische Verschwörung gegen das Opfer der #Gruppenvergewaltigung von #Suryanelli?

Aus dem englischen Original übersetzt von Carmen Berelson

kurien_defiant2_338x225Im Jahr 1996 wurde im Ort Suryanelli in Kerala ein 16-jähriges Mädchen verschleppt und über einen Zeitraum von 40 Tagen von 42 Männern brutal vergewaltigt. Dies wurde zu einem der spektakulärsten Beispiele für die Brutalität von Gruppenvergewaltigungen und Sexhandel in Indien. Dieser Fall befindet sich seit 16 Jahren im indischen Rechtssystem, und dennoch hat das Opfer bislang keine Gerechtigkeit erfahren.

Da nach indischem Gesetz Vergewaltigungsopfer nicht namentlich genannt werden dürfen, wurde sie als das „Suryanelli-Mädchen“ bekannt.

Das Suryanelli-Mädchen war ein schüchternes Mädchen, das in einem katholischen Internat behütet heranwuchs, weil ihr Vater, ein Postmeister, und ihre Mutter, eine Krankenschwester, oft versetzt wurden.  1994 zog sie zu ihren Eltern zurück und besuchte dann ein anderes Internat, das nicht ganz so weit von ihrem Elternhaus inmitten der Hügel und Teeplantagen von Suryanelli lag. Jedes Wochenende fuhr sie mit dem Bus nach Hause zu ihren Eltern.

Im Bus lernte sie Raju, den Fahrkartenkontrolleur, kennen. Sie war 16 und er 26. Aber wie das bei Teenagern so ist, verliebte sie sich. Und wie die meisten indischen Mädchen hielt sie diese Liebe vor ihrer streng katholischen Familie geheim. Sie liebte Raju, hatte aber auch Angst vor ihm. Einmal fiel ihm ein Album mit ihren Familienfotos in die Hände, womit er sie erpresste. Er sagte ihr, wenn sie nicht mit ihm weglaufen und ihn heiraten würde, würde er ihre Fotos mit den Körpern nackter Frauen retuschieren und diese Bilder in ihrer Schule kursieren lassen.

Obwohl sie ängstlich war, stimmte sie zu. Am 16. Januar 1996 sollte sie ihn an einer Bushaltestelle in ihrer Gegend treffen, aber er war nicht da. Es war zu spät, um zur Schule zurückzugehen. Sie wurde von Panik ergriffen und nahm einen Bus, der zu der nahegelegenen Stadt fuhr, in der ihre Tante wohnte. Eine unbekannte Frau, die ihr mit einem männlichen Begleiter gefolgt war, sprach sie mit Namen an und stellte sich vor. Sie sagte, dass sie ihre Verwandten kenne und sie zu deren Haus bringen würde. Stattdessen brachten sie sie zu einer Pension in der Nähe und der Mann vergewaltigte sie.

Während der nächsten 42 Tage wurde sie geschlagen und von den verschiedensten Männern vergewaltigt. Sie wurde zu Privathäusern und Hotels gebracht, und wurde in Autos und öffentlichen Omnibussen über 2000 Meilen weit zwischen zwei Staaten hin und hergebracht. Sie wurde gezwungen, Arrack zu trinken, einen Schnaps der Gegend, und mit Tabletten ruhig gestellt.

Zu ihren Vergewaltigern gehörten ein Professor im Ruhestand, Anwälte, Geschäftsleute und Beamte. Als sie sich zur Wehr setzte, drohte der erste Mann, der sie vergewaltigte, ihre Eltern zu ermorden. „Ich bin Anwalt,“ sagte er ihr, „darum werde ich niemals gefasst“.

Ein Mann schien älter zu sein als die anderen und sie appellierte an sein Mitgefühl. „Sie sind alt genug, um mein Vater zu sein. Bitte holen Sie mich hier raus.“ Er vergewaltigte sie ebenfalls.

Als sie schon glaubte, sterben zu müssen, gaben sie ihr ein bisschen Geld und brachten sie zu einer Bushaltestelle. Sie dachte, dass nun alles vorbei sei, aber dies war erst der Anfang.

Im Krankenhaus sagten ihr die Ärzte, ihre Leistengegend und ihre Geschlechtsteile seien so zerfleischt und sie habe so viel Blut verloren, dass sie nach ein paar weiteren Tagen gestorben wäre! Das Bild seiner Tochter in diesem Zustand hat sich unauslöschlich in das Gedächtnis ihres Vaters eingebrannt – ihr aufgedunsener Körper, ihre zerkratztes Gesicht. „Ich kann es nicht beschreiben“, sagt er. „Und ich kann es nicht vergessen. Als sie wegging, war sie ein junges Mädchen in einer Schuluniform. Als sie wiederkam, sah sie wie eine erwachsene Frau aus – ihr Körper war aufgedunsen und geschwollen… Ich wusste sofort, was sie durchgemacht hatte.“

Sie gingen zur örtlichen Polizei, die sie davon abbringen wollte, die Straftat zu melden. Es dauerte zwei Tage, bis der erste Bericht zu den Akten genommen wurde. Die Polizei fuhr mit dem Mädchen und ihrem Vater zu den Orten, an die sie verschleppt wurde – in einem Polizeiauto wie eine Angeklagte, zusammen mit einigen Verdächtigen. Jeder Tag war eine Demütigung. Die Polizei und die Täter schienen wie Freunde – sie lachten miteinander und machten Witze. Dennoch fand das Opfer den Mut, ihre Vergewaltiger zu benennen und zu identifizieren.

Sie wurde von einem männlichen Gynäkologen untersucht. In Indien müssen Opfer von Vergewaltigungen in der Regel den sogenannten „Zwei-Finger-Test“ über sich ergehen lassen. Ärzte untersuchen die Vagina, um zu sehen, ob sie locker ist (der üblicherweise verwendete Begriff) und ob das Hymen fehlt. Beides wird als Beweis dafür gewertet, dass die Frau regelmäßig Sex hatte und somit dem Verkehr zugestimmt haben musste. Im Fall des Suryanelli-Mädchens führte der Arzt den Zwei-Finger-Test nicht durch. Er sagte, ihre Vagina sei einfach zu stark verletzt.

Es dauerte drei Jahre, bis der Fall  in das überlastete Gerichtssystem Indiens gelangte. Und als dies endlich der Fall war, standen nicht die Männer auf der Anklagebank sondern der Charakter des Mädchens. Die Anwälte der Angeklagten nahmen sie tagelang in ein erbarmungsloses Kreuzverhör und brachten kleinste Details vor, wohl um sie in Verlegenheit zu bringen.

„Wie viele Unterhosen hatten Sie?“

„Sind Ihre Unterhosen zerrissen, als Sie vergewaltigt wurden?“

„Haben sie die Schnur an Ihren Unterhosen aufgemacht oder durchgeschnitten?“

„Sind die Hosen zerrissen?“

„Trugen Sie während Ihrer Reisen Slipeinlagen?“

Die Männer sagten entweder, dass sie sie gar nicht kannten oder dass sie dem Sex zugestimmt habe. Einige hatten gewisse Verbindungen zu einer politischen Partei und sahen sich angeblich als Opfer eines politischen Rachefeldzugs.

Zumindest bot das Prozessgericht dem Mädchen eine Aussicht auf Gerechtigkeit. Der Richter, der nach indischen Maßstäben liberal war, meinte, dass es nicht als Zustimmung zu werten sei, wenn sich eine Frau nicht widersetze.

Er befand alle 35 Angeklagten für schuldig. Am 6. September 2000 wurden alle 35 Männer von einem Sondergericht zu Gefängnisstrafen zwischen vier und 14 Jahren verurteilt – die Anklagen reichten von Verschwörung und Kidnapping bis zu Gruppenvergewaltigung und Sexhandel.  Einen Moment lang sah es so aus, als hätte das Suryanelli-Mädchen gewonnen, aber dem war nicht so.

Einer der Angeklagten war Kurien, den sie wiedererkannte und auf einem Foto identifizierte. Während ihrer Gefangenschaft wurde ihr eines Tages gesagt, dass ein „wichtiger“ Mann sie „besuchen“ würde. Zu dem Zeitpunkt wusste sie nicht, wer er war, bat ihn jedoch, sie zu verschonen und zu retten, da er die Macht dazu hätte. Er tat es aber nicht. Später sah sie sein Gesicht in einer Zeitung und erkannte ihn sofort.

Keiner der Männer kam in Haft. Sie alle legten Berufung ein und wurden auf Kaution entlassen.

Als der Fall neun Jahre später endlich vor das oberste Gericht von Kerala gelangte,  wurde das Urteil aufgehoben. Das Gericht sprach alle 35 Vergewaltiger frei. Es befand nur einen der Angeklagten wegen Sexhandels für schuldig und verurteilte ihn zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe von 50.000 Rupien. Der Freispruch kam durch politischen Druck zustande, insbesondere durch den Angeklagten P.J. Kurien, einem früheren Bundesminister und Mitglied der derzeit regierenden Kongresspartei! Selbstverständlich wurden die Männer gemeinsam freigesprochen, immerhin hatten sie die Straftaten gemeinsam begangen. Ansonsten hätten sie gegeneinander aussagen müssen. Die Polizei hat in diesem Fall keine weiteren Verhaftungen vorgenommen!

Die Richter des obersten Gerichts sprachen mit Sarkasmus über das Talent des Opfers, sich schnell mit Fremden anzufreunden, wie das Beispiel des Busfahrers zeige. Sie brachten vor, dass sie als Kind Bettnässer war und sagten, dass die Tatsache, dass ihre Schwester die Laken gewaschen habe, ihre „Neigung, andere für ihre Probleme verantwortlich zu machen“, zeige. Vor allem, so sagten sie, sei sie kein „normales unschuldiges“ 16-jähriges Mädchen. Sie versetzte Schmuck und gab einem heimlichen Freund Geld – ein riskantes Verhalten, das ihren fragwürdigen Charakter beweise. Und warum hatte sie nicht versucht zu fliehen, obwohl sie sich in Pensionen befand und mit öffentlichen Bussen transportiert wurde? Auf ihre Aussagen sei kein Verlass und alles was sie sage, müsse angezweifelt werden.

Die entscheidende Frage war laut der Richter nicht, ob sie im Laufe von 42 Tagen mit mehr als drei Dutzend Männern Sex hatte, sondern ob sie ihnen eine willige Partnerin gewesen war, die sich jetzt gegen sie wandte, um ihren Ruf zu schützen. „Sie brauchte Geld und sie war bereit, ihr Ziel zu erreichen. Sie hatte Bedürfnisse, von denen ihre Eltern nichts wussten“, sagte das Gericht. „Sie hat sich somit als Mädchen von zweifelhaftem Charakter gezeigt.“

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Klicken Sie hier um das Interview mit der Familie des Suryanelli-Opfers zu hören

Das Gericht, das Kurien und die anderen freigesprochen hatte, sagte, ein Zeuge habe bestätigt, dass Kurien zum Zeitpunkt der Vergewaltigung nicht in der Pension gewesen sei. Dieser Zeuge allerdings behauptete, er habe ausgesagt, dass er Kurien sehr wohl in der Pension gesehen habe, und zwar ungefähr zu dem Zeitpunkt, an dem das Opfer vergewaltigt wurde! Er sagte, der zuständige Polizeibeamte habe seine Aussage geändert, um Kurien zu schützen. Außerdem seien ihm für sein Schweigen mehrfach Bestechungsgelder angeboten worden!  Darüber hinaus hatte der eine in dem Fall verurteilte Mann ausgesagt, dass Kurien in der Pension war, dass er jedoch von dem Untersuchungsbeamten unter Druck gesetzt wurde, nicht gegen Kurien auszusagen!

Trotzdem hat sich die Regierung geweigert, Kurien seines Amtes zu entheben und seinen Fall aufgrund der neuen Beweise, die gegen ihn ans Tageslicht kamen, wieder aufzurollen!

Im Laufe der Jahre mussten das Opfer und ihre Familie ständig umziehen. Sie werden von der Gesellschaft weiterhin geächtet und sind Schikanen von verschiedenen Seiten ausgesetzt. Nach dieser Odyssee machten sich Freunde rar und Verwandte brachen den Kontakt ebenfalls ab. Es wurde behauptet, dass der Vater seine Tochter verkauft und sein Haus mit dem Geld, das sie verdiente, bezahlt habe.

Nachdem sich das Opfer weigerte, Kurien von der Liste der Männer zu nehmen, die sie vergewaltigt hatten, sah sich die Familie weiteren Schikanen von ganz anderer Seite gegenüber. Sie lebten in Angst und bewegten sich oft nur zwischen Arbeit und Wohnung. Die Mutter trauert leise um das verlorene Glück ihrer beiden Töchter. „Wer wird sie heiraten?“ fragt sie. „Wer wird sich um sie kümmern, wenn wir nicht mehr da sind?“  

Vor diesen Ereignissen war die Familie fest in ihrem Glauben verankert. Auch heute noch befinden sich im Wohnzimmer Abbildungen von der Heiligen Maria und von Jesus. An der Wand hängen Rosenkränze. Aber auch den Trost der Kirche haben sie verloren. Der örtliche Priester hat vorgeschlagen, dass sie sich eine Weile fernhalten, weil sie von anderen erkannt worden waren.

Sehen Sie sich das obige Video an, um zu verstehen, wie dieses Opfer und ihre Familie während der letzten 16 Jahre fortlaufend durch das politische System drangsaliert wurden. 

Im Januar 2013 verabschiedete die indische Regierung als Reaktion auf den bahnbrechenden Bericht des Verma-Komitees  über Vergewaltigungen und sexuelle Gewalt gegen Frauen in Indien ein neues Gesetz gegen Vergewaltigung. Eine der wichtigsten Empfehlungen des Verma-Komitees besteht in der Garantie der Regierung, dass die einer Vergewaltigung angeklagen Politiker nicht im Amt bleiben dürfen – etwas, was das indische Gesetz derzeit gestattet.

Die Regierung jedoch machte diese Empfehlung zur Farce. Als am 19. Februar der Erlass zum Thema Vergewaltigungen im Parlament diskutiert wurde, war der Vorsitzende niemand anderer als P. J. Kurien!

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Die Regierung ignoriert die Forderung, Kurien seines Amtes zu entheben und strafrechtlich zu verfolgen

Die Mutter des Opfers hatte einen Brief an Sonia Gandhi geschrieben, die der Kongresspartei vorsteht und außerdem Kuriens Vorgesetzte ist: „Wie kann er (Kurien) die Diskussion leiten, wenn der von der indischen Union verkündete Erlass, der die Emanzipation indischer Frauen in Bezug auf sexuelle Übergriffe  gegen Frauen zum Ziel hat, im Oberhaus des Parlaments …(geprüft werden soll).“ Sonia Gandhi hat jedoch eigennützige Gründe für den Schutz von Politikern, die Vergewaltigungen begangen haben. Viele dieser Personen sind Mitglied ihrer Partei und haben die Vergewaltigungen an Sikh-Frauen in Delhi im Jahr 1984 organisiert! Weitere Informationen finden Sie hier.

Aber es kam noch schlimmer! Den demütigendsten Hieb gegen das Suryanelli-Opfer teilte im Mai 2013 die in den USA ansässige Frauenorganisation „Women Deliver“ aus, als sie Kurien als Gastredner ihrer globalen Konferenz zum Thema Fortpflanzungsrechte für Frauen einlud! Später tat Women Deliver diesen Schlag mit Nichtwissen ab! Sie haben sich nicht einmal unmittelbar beim Opfer entschuldigt! Viele Fragen bleiben unbeantwortet. Frauengruppen in Indien kämpfen mit aller Macht gegen Kurien. Wer hat Kurien also als Redner empfohlen? Die Organisation „Women Deliver“ scheint mit US-amerikanischen Unternehmen und politischen Führungspersönlichkeiten Verbindungen auf höchster Ebene zu pflegen. Hat einer von ihnen persönliche Interessen in Indien und schlug deshalb Kurien vor? Und wenn es sich wirklich nur um einen „Fehler“ handelte, würde „Women Deliver“ dann nicht einen ernsthaften Versuch unternehmen, sich mit dem Opfer in Verbindung zu setzen? Stattdessen hat die Organisation ihren Fall als „Kontroverse“ abgetan.

Kurz nach der Women Deliver-Konferenz hat der eine Zeuge, der seine Haftstrafe angetreten und ausgesagt hatte, dass er Kurien nicht nur zu der Pension, in der das Mädchen gefangen gehalten wurde, begleitet hatte, sondern dass er von verschiedenen Behörden bedroht und bestochen wurde, plötzlich seine Aussage geändert! 16 Jahre später sagte dieser Mann plötzlich, er sei „betrunken“ gewesen und könne sich an die Ereignisse nicht erinnern! War es Teil der politischen Verschwörung, dass Kurien zu einer internationalen Frauenkonferenz hohen Kalibers eingeladen wird, wo er zusammen mit Leuten wie Melinda Gates und Chelsea Clinton im Rampenlicht stand? Sollte ihm dies zu einem Freispruch verhelfen? Wenn dies der Fall ist: Wie können wir sicher sein, dass Women Deliver nicht Teil dieser politischen Verschwörung war?

Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition an Women Deliver und fordern Sie eine offizielle Entschuldigung für das Opfer:

1) Um über Change.org zu unterzeichnen, klicken Sie hier

2) Um über Causes.com zu unterzeichnen, klicken Sie hier



ZUR ÜBERSETZERIN
Carmen Berelson ist gebürtige Deutsche, wurde in Deutschland zur Übersetzerin ausgebildet und übt diesen Beruf freiberuflich (Fachgebiete Recht, Wirtschaft und Finanzen) in den Vereinigten Staaten aus. Sie interessiert sich für die Rechte von Mensch und Tier, für Ethik und Umweltbelange. Carmen ist unter CBerelson@aol.com zu erreichen. Ihr Profil ist zu finden unter http://www.atanet.org/onlinedirectories/tsd_listings/tsd_view.fpl?id=2469.

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